Meditation und innere Ruhe

Wir denken heute bei dem Wort Meditation immer an fernöstliche Gebräuche, an einen Zustand jenseits des Denkens, an die Leere des Geistes.

Das Wort leitet sich jedoch von dem lateinischen meditari (=überlegen, nachdenken) ab. Und dies trifft es auch für den westlichen Menschen eher. Denn wenn wir in die Stille gehen, die Hektik des Alltags einmal draußen lassen, gehen uns tausend Gedanken durch den Kopf. Je mehr wir versuchen, diese zum Schweigen zu bringen, umso mehr wirbeln sie durch unseren Geist. Sinn dieser Stille- oder Ruheübung ist es doch, in uns hinein zu hören, statt mit unserer Aufmerksamkeit immer im Außen zu sein. Damit wir uns selbst erkennen können, damit wir spüren können: wer bin ich und welches ist mein Weg.        Das ist es, was in der heutigen Zeit fehlt und warum die meisten Menschen nicht glücklich sind in und mit ihrem Leben. Es geht also um Aufmerksamkeit und Reflektion, um Kontemplation.                               Auch sollte Meditation meines Erachtens nach nicht anstrengend sein, es darf sich nicht nach Pflicht und Strenge anfühlen, auch mit dem Wort Disziplin habe ich so meine Schwierigkeiten.

Du gehst in die Stille, wirst langsam, nimmst wahr, wie wunderbar der Atem in dich hinein strömt, wie geduldig und unbeirrbar dein Herz schlägt. Du lässt alle Gefühle kommen, die da sein wollen, und lässt sie auch wieder los. Langsam steigt eine Ahnung davon in dir auf, wer du bist, wie wunderbar einzigartig und doch wie eins mit allem. Und dann spürst du die Stille, die innere Ruhe, den inneren Frieden.

Es gibt unzählige Formen der Meditation, lustige, beschauliche, anregende, beruhigende, große und kleine. Für jeden Menschen (ja sogar für die Tiere, ich leite manchmal Meditationen mit Menschen und ihren Tieren) und für jede Stimmung, Tageszeit oder für jeden Anlass.                                               Probiert es einfach aus und, vor allen Dingen, habt Freude damit!