Was bedeutet Reinkarnation?

 

Der Begriff "Rückführung" ist vielleicht der bekannteste, wenn auch irre führend. Auch die erweiterte Bezeichnung  "Reinkarnation" wendet sich eher an den Verstand. Tatsächlich muss man Folgendes wissen:

Unser Leben im Hier und Jetzt, so wie wir dies täglich wahrnehmen ist nur ein winziger Ausschnitt, sozusagen eine Momentaufnahme unseres Seins. Die ersten Erkenntnisse über dieses rudimentäre Wissen hinaus zeigten, dass jedes Lebewesen selbstverständlich nicht nur dieses eine "Leben" in der unendlichen Existenz seines energetischen Seins hat. Zunächst nahm man also an, da wir einen linearen und sehr limitierten Verstand haben, dass wir also verschiedene Leben in unserer Vergangenheit durchlaufen haben. Wobei ich natürlich meine Klient(inn)en auch in zukünftige Leben "führte". Immer weigerte ich mich, dies aus Jux und Tollerei zu tun, oder weil der Klient neugierig ist. Sondern, weil wir dort Klarheit gewinnen können über alte Verstrickungen, Glaubenssätze, Verhaltensweisen, die heute noch wirken oder über Fähigkeiten verfügten, die wir aktiv in unser jetztiges Leben integrieren können. Es ist jedoch so, dass Vergangenheit und Zukunft nur der, wie gesagt linearen Wahrnehmung entsprechen. Tatsächlich gibt es keine "Zeit", daher geschieht alles, was wir als vorher-nachher empfinden, gleichzeitig.

Mit der geistig-spirituellen Weiterentwicklung unserer Zeit offenbart sich nun eine weitere Erkenntnis. Diese "verschiedenen Leben" sind alle nur unsere eigenen, multiplen Anteile. Einfach erklärt, wenn ich mich als dienende Magd im Mittelalter erlebe, ist dies mein eigener, dienender, arbeitsamer, unterwürfiger Anteil. Jeglicher Anteil erfüllt einen wichtigen, ja unverzichtbaren Teil meiner Selbst.

Und nur, wenn ich alle Anteile integriere, anerkenne und lebe, bin ich komplett.

Die Aufgabe in dieser Zeit der Transformation ist es, diese nicht bewussten Puzzleteile unseres Selbst ans Licht, bzw. ins Bewusstsein zu bringen.

Dabei dürfen wir uns nicht scheuen, auch unsere dunklen Seiten anzusehen und anzunehmen. Denn nur, wenn ich etwas klar sehe, kann ich es steuern zum Wohle des Ganzen.