Systemisches Aufstellen von Tieren

Menschen fühlen sich häufig mit ihrem Tier so stark verbunden, wie mit einem anderen Menschen, manchmal sogar noch intensiver. Ich spreche hier nicht davon, dass das Tier vermenschlicht wird oder als Partnerersatz herhalten muss. Dies widerspricht der Natur und tut weder Mensch noch Tier gut. Es gibt aber eine Herzensbindung, die von Seele zu Seele reicht und nichts mit dem äußeren Körper zu tun hat. Unser physischer Körper ist sowieso nur ein Kleid, das wir zu diesem Anlass (diesem unserem irdischen Leben) tragen und wieder ablegen, wenn unsere Zeit gekommen ist. Was bleibt, ist unsere Seele, unser Geist, unser Karma, oder wie immer wir dies nennen wollen. Es ist nur ein Wort. So kann es sein, dass wir eine Seele mehrmals treffen, in immer anderen physischen Konstellationen. Wir haben dann das Gefühl, den Menschen, das Tier schon immer gekannt zu haben und gehen sofort eine tiefe Beziehung ein.

Manchmal geschieht es so, dass Tiere sich in das Familiensystem des Menschen verstricken. Zum Beispiel, dass Hunde seinem Menschen sein Leid abnehmen wollen und selbst krank werden. Oder, dass ein Tier dem Menschen in den Tod „nachfolgt“. Es geschieht auch, dass ein Tier in der Familie in die Rolle eines verstorbenen oder abgetriebenen Kindes schlüpft.
All diese Verstrickungen bringen viel Unheil und Leid für Mensch und Tier. Hier gilt es, dem Tier diese Bürde abzunehmen und sie dahin zu geben, wo sie hin gehört. Oder die Seele des verstorbenen Tieres los zu lassen, damit beide Frieden finden.
Meine Erfahrung zeigt, dass das systemische Stellen in diesen Fällen Lösung sein kann.